Die Ordnung der Rüsseltiere (Proboscidea) wurde nach dem auffälligsten Merkmal, dem Rüssel (lat. proboscis), benannt. Ihre einzigen heute noch lebenden Vertreter sind die Elefanten.
Die Rüsseltiere unterscheiden sich nicht nur durch den markanten Rüssel, sondern auch durch ihre seltsame Bezahnung (Stoßzähne bzw. Mahlzähne) von allen anderen Landsäugern. Die Rüsselbildungen waren anfänglich kaum vorhanden und dienten den sumpflebenden, frühen Rüsseltieren wahrscheinlich als Schnorchel. Später entwickelten sich die Rüssel mit einer Vielzahl von verschiedenen Muskeln zu feinfühligen Greiforganen, die das Erreichen der Blätter auf höheren Bäumen ebenso ermöglicht wie das Abreißen von Grasbüscheln in den Steppen. Die Stoßzähne waren gerade, gedrillt, nach oben oder unten gebogen, schaufelförmig, dem Ober- oder Unterkiefer oder beiden entspringend, weit auseinander oder eng zusammenstehend, und in den verschiedensten Längen (bis zu 4 m) und Stärken vorhanden. Heute leben nur noch die Elefanten mit ihren beiden Stoßzähnen im Oberkiefer. |