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2.7 Welche Vorteile bietet das LC-Display der Kamera?
Inhaltsverzeichnis
Das LCD (Liquid Crystal Display) ist sicherlich
ein entscheidender Vorteil digitaler Kameras.
Schließlich kann man sich darauf sofort nach der
Aufnahme das Bild ansehen – bei Filmkameras
völlig undenkbar. Bei den meisten Modellen siehtman ebenfalls groß und deutlich, was aufgenommen
werden soll (Live View). Dadurch wird das
Festlegen des Bildausschnitts erheblich erleichtert,
und der Fotograf muss nicht mit dem Auge
am Sucher kleben.
So kann er beispielsweise
während eines Shootings im Studio mit dem
Model in Blickkontakt bleiben. Im Freien kann er
sich auf sein Motiv konzentrieren und bekommt
dennoch mit, was um ihn
herum vorgeht – besonders
nützlich beim Fotografieren
unter Wasser.
Einige Monitore
lassen sich sogar drehen und
neigen. So hat der Fotograf sein
Motiv selbst
dann gut im
Blick, wenn er
die Kamera in
ungewöhnliche
Positionen
bringt, z. B.
auf den Boden
oder über den
Kopf.
Bis vor kurzem war die Live View-Fähigkeit einzig
den Kompaktkameras vorbehalten, während
D-SLR-Anwender bei der Bildkomposition auf den
Sucher angewiesen waren. Anfang 2006 brachte
Olympus die Live View-Funktion in die Domäne
der Spiegelreflexfotografie. Die erste hiermit ausgestattete
Kamera war die E-330. Hier gestattet
ein in den optischen Pfad des Suchers eingebautes
CCD eine kontinuierliche Anzeige bei voller
Bewahrung der Autofokus-Funktionalität (Modus
A). Im Modus B wird für die manuelle Scharfstellung
der Spiegel in der hochgeklappten Position
arretiert und der Live MOS-Sensor der Kamera für
den Makro Live View eingesetzt. Bei Aktivierung
des Autofokus (durch Drücken der AEL/AFL-Taste
– evtl. Firmware-Upgrade nötig) schwingt der Spiegel kurzzeitig in den Strahlengang und Single
AF wird aktiviert. Nach erfolgter Scharfstellung
kehrt der Spiegel in die Ausgangsposition zurück
und Live View ist wieder verfügbar.
Vielleicht haben Sie schon davon gehört oder
wissen es aus eigener Erfahrung, dass auf
manchen Monitoren die Anzeige bei starker
Sonneneinstrahlung zu wünschen übrig lässt. Das
liegt darin begründet, dass bei herkömmlichen
TFT- (Thin Film Transistor) LCDs das Bild mittels
einer Hintergrundbeleuchtung sichtbar gemacht
wird. Um den Energieverbrauch möglichst gering
zu halten, ist die Helligkeit so bemessen, dass sie
für Standardsituationen völlig ausreicht. Wenn
allerdings sehr helles Licht auf die Oberfläche des
LCDs strahlt und reflektiert wird, sind die Bilder
nur noch schwach zu erkennen.
Inzwischen sind allerdings einige Kameras mit
einem HyperCrystal LCD ausgestattet, das selbst
unter strahlendem Sonnenlicht ein klares Bild
liefert. Diese innovative LCD-Technologie nutzt für die Bilddarstellung nicht nur die Hintergrundbeleuchtung,
sondern eine zusätzliche Schicht,
die das Licht von externen Quellen reflektiert und
so die Helligkeit des Monitorbildes verbessert.
Dank der Transparenzsteuerung im so genannten
Normally-Black-Mode und dem Einsatz von
Niedrig-Temperatur-Silizium können große
Betrachtungswinkel von horizontal wie vertikal
170°, ein hoher Kontrast sowie eine schnelle
Reaktionszeit erzielt werden.
In Situationen mit wenig Umgebungslicht ist es
manchmal schwierig, den Bildausschnitt festzulegen,
da das Monitorbild so dunkel ist, dass man
kaum etwas erkennen kann. Hierfür wurde die
BrightCapture Technologie entwickelt. Sie
benötigt nur ein Fünftel der Lichtstärke, die
normalerweise für eine helle Monitordarstellung
erforderlich ist. Aber sie verbessert nicht nur die
Helligkeit des Monitorbildes, sondern auch die
der aufgenommenen Bilder.
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