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3.5.1 Welchen Effekt hat die Blende?
Inhaltsverzeichnis
Einfach ausgedrückt ist die Blende ein Loch, das
das Licht passieren muss, um auf den Bildsensor
zu treffen. Wird eine größere Blendenöffnung
eingestellt, indem eine kleine Blendenzahl
gewählt wird (F-Stop), wie zum Beispiel F2,8,
gelangt mehr Licht in das Kamerainnere. Die
Blende beeinflusst jedoch nicht nur die Lichtmenge,
sondern auch die Schärfentiefe, d. h., sie entscheidet
darüber, wie weit der Schärfebereich
vom Vorder- in den Hintergrund reicht.
Bild: Die Blendenwahl
entscheidet maßgeblich
darüber, welche
Bereiche des Motivs
scharf abgebildet
werden. Während bei
einer kleinen Blende
(hoher F-Stop) eine
hohe Schärfentiefe
erreicht wird, erzielt
man mit einer größeren
Blende (niedriger
F-Stop) eine geringe
Schärfentiefe.
Mit einem niedrigen F-Stop (größere Blende) lässt
sich eine geringe Schärfentiefe erzielen. Während
also nur das Hauptmotiv scharf abgebildet wird,
sind die Bereiche davor und dahinter in der Unschärfe. Diese Einstellung eignet sich ideal für
Porträts oder das Hervorheben einer einzelnen
Person, die in einer größeren Gruppe steht.
Durch einen höheren F-Stop (kleinere Blende)
dagegen wird eine hohe Schärfentiefe erzielt, so
dass die meisten bzw. alle Bildebenen eines
Motivs klar und deutlich abgebildet werden.
Diese Einstellung bietet sich beispielsweise für
Landschafts- oder Architekturaufnahmen an. Sollte
die Kamera über eine Belichtungsautomatik
mit Blendenvorwahl verfügen, brauchen Sie nur
die gewünschte Blende zu wählen, die Kamera
stellt dann automatisch die entsprechende Verschlusszeit
ein.
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