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3.3.2 Was bedeutet Rauschen und wie kann es vermieden werden?
Inhaltsverzeichnis
Als Rauschen bezeichnet man die sichtbaren Wirkungen
von Interferenzen auf dem CCD-Sensor.
Sie äußern sich als in Farbe und Helligkeit abweichende
Bildpunkte und treten vor allem bei
Nachtaufnahmen mit langen Verschlusszeiten auf.
Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Rauschen.
Zunächst das so genannte „fixed pattern
noise“ (festes Störungsmuster, auch als Ortsrauschen
bezeichnet), bei dem die Fehler bei langen
Belichtungszeiten immer an denselben Pixeln –
manchmal „hot pixel“ genannt – entstehen.
Um dieses Rauschen zu reduzieren, verfügen viele
Kameras über einen Rauschunterdrückungs-
Modus. Hier produziert die Kamera zwei Aufnahmen:
Zunächst wird die gewünschte Aufnahme
gemacht, anschließend eine zweite mit der gleichen
Belichtungszeit – allerdings ohne den Verschluss
zu öffnen. Nachdem jene Partien der Aufnahme
ermittelt wurden, die für ein Rauschen anfällig sind, nimmt die Kamera eine entsprechende
Kompensation vor. Durch das Entfernen
des überwiegenden Teils des Rauschens verbessert
die Rauschunterdrückung die Qualität der Aufnahme
erheblich, insbesondere bei Nachtaufnahmen.
Die andere Art von Rauschen wird als „random
pattern noise“ (zufälliges Störungsmuster) bezeichnet.
Es tritt beispielsweise bei Aufnahmen mit
einer hohen ISO-Einstellung und insbesondere
in dunklen Stellen des Fotos auf. Mit steigender
Umgebungstemperatur verstärkt sich die Wirkung.
Durch intelligente Analyse und Verarbeitung der
Bildinformationen können einige Kameras einen
großen Teil dieses Rauschens beseitigen, indem
die Objektkonturen in der Aufnahme geglättet
werden. Der Erfolg dieses Verfahrens zeigt sich
insbesondere in Bildbereichen mit geringem
Kontrast, wie zum Beispiel bei blauem Himmel
oder menschlicher Haut.
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