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3.1.1 Belichtungsmess-Systeme

Inhaltsverzeichnis


Beim Fotografieren hängt alles vom Licht ab. Es ist sozusagen das „Ausgangsmaterial“ eines Fotografen. Die Ergebnisqualität wird deshalb maßgeblich dadurch bestimmt, wie geschickt er damit umzugehen und die Kamera es aufzuzeichnen vermag.



Das Belichtungsmess-System ermittelt die Helligkeit eines Motivs. Auf dieser Basis lassen sich Blende und Belichtungszeit so wählen, dass ein optimal belichtetes Foto aufgenommen wird. Die meisten Digitalkameras nutzen mindestens ein Belichtungsmess-System, andere bieten die Option, je nach Situation und Motiv zwischen verschiedenen Messverfahren zu wählen, um zum bestmöglichen Ergebnis zu kommen.

Das Integral- sowie das .mittenbetonte Messverfahren sind für die meisten Situationen hervorragend geeignet und deshalb am gebräuchlichsten. Beide messen den mittleren Helligkeitswert des gesamten vom Objekt reflektierten Lichts, allerdings werden beim mittenbetonten Messverfahren, wie der Name schon andeutet, die in der Bildmitte gewonnenen Werte stärker im Gesamtergebnis berücksichtigt.

Oben: Bei Aufnahmen von Personen oder Objekten vor einem hellen oder dunklen Hintergrund stoßen Integralmessverfahren häufig an ihre Grenzen. Besser belichtete Ergebnisse lassen sich in diesen Fällen, wie das untere Bild zeigt, durch eine Spotmessung erzielen. Falls das Belichtungssystem dennoch kein optimales Ergebnis liefert und das Hauptmotiv zu dunkel erscheint, verwenden Sie den Aufhellblitz.

Wenn das Hauptmotiv jedoch nur einen geringen Teil des Bildes einnimmt und/oder dieses Objekt sehr dunkel vor einem hellen Hintergrund (z. B. eine schwarze Katze auf einer weißen Decke) bzw. sehr hell vor einem dunklen Hintergrund erscheint, stoßen die bereits erwähnten Mess-Systeme an ihre Grenzen. In solchen Fällen hilft das so genannte Spotmessverfahren weiter. Weil die Messung auf ein eng begrenztes Gebiet in der Bildmitte beschränkt ist, eignet sich eine Spotmessung besonders dafür, die Belichtung auf ein bestimmtes Motiv im Bild abzustimmen. Aber selbst die Spotmessung kann beim Ermitteln der besten Belichtung versagen, wenn das Motiv fast nur schwarz oder nur weiß ist – wie eine tiefschwarze oder eben schneeweiße Katze. Das Mess-System ist nämlich auf die durchschnittliche Reflexionsrate von Gegenständen kalibriert, und die liegt bei 18 %. Eine schwarze Katze reflektiert aber weniger Licht, daher überbelichtet das Mess- System die Aufnahme, und das Ergebnis ist eine graue Katze. Bei einer weißen Katze verrechnet sich das Mess-System ebenso, diesmal wird das Bild unterbelichtet, und heraus kommt – eine graue Katze. Beim Fotografieren solcher Motive sollte man diese Eigenheiten im Kopf haben und mittels der Funktion „Belichtungskorrektur“ gegensteuern.

Aber auch, wenn sich ein Objekt, das Sie unter den oben beschriebenen Bedingungen aufnehmen möchten, außerhalb der Bildmitte befindet, hilft Ihnen die Spotmessung weiter. Sie müssen dann nur folgendermaßen vorgehen: Richten Sie zuerst die Kamera so auf das Objekt, dass es in der Bildmitte ist. Messen Sie dann die Belichtung, indem Sie den Auslöser halb drücken. Anschließend schwenken Sie die Kamera mit halb gedrücktem Auslöser so weit, bis Sie den von Ihnen gewünschten Ausschnitt im Sucher sehen – und lösen Sie aus.

Einige Digitalkamera-Modelle bieten darüber hinaus noch ein Multispot-Messverfahren an. Dabei können Sie die Helligkeitswerte ausgewählter Bildpunkte messen. Nachdem Sie nacheinander z. B. die hellste und dunkelste Stelle sowie weitere Punkte ausgewählt haben, ermittelt die Kamera aus allen Informationen den durchschnittlichen Belichtungswert.



Viele Kameras von Olympus verfügen außerdem über ein digitale ESP-Messung (digital Electro- Selective Pattern) genanntes Verfahren. Hierbei analysiert die Kamera Verteilung und Intensität der Helligkeit, wählt daraufhin aus einem Vorrat von gespeicherten Lichtsituationen die für die Aufnahme am besten passende aus und stellt die Belichtung dementsprechend ein. Dies ist eine für die meisten Situationen, besonders aber für solche mit großen Helligkeitsunterschieden, sehr effektive Belichtungsmessmethode.

Bei sehr schwierigen Lichtverhältnissen ist es sinnvoll, die Funktion „Automatische Belichtungsreihe“ (Auto Bracketing) zu nutzen. Dabei werden von einem Motiv automatisch verschiedene Aufnahmen mit leicht variierenden Belichtungswerten aufgezeichnet. Nachdem Sie die Ergebnisse in aller Ruhe kontrolliert und das am besten belichtete Foto ausgewählt haben, können Sie die anderen Bilddateien von der Karte löschen. Alternativ erlaubt Ihnen die Belichtungskorrektur- Funktion, den ermittelten Belichtungswert in bestimmten Schritten zu erhöhen oder zu verringern.

Einige Kameras bieten die Option, zu dunkel geratene Bildbereiche nach der Aufnahme aufzuhellen. Bei Olympus Kameras ist dies Bestandteil der Perfect Fix-Funktion.


Messverfahren für optimale Fotoergebnisse Wie funktioniert der Autofokus einer Digitalkamera?

 
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Quelle: Olympus Deutschland GmbH | Website © by melwindesign.com
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