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3.1.2 Wie funktioniert der Autofokus einer Digitalkamera?
Inhaltsverzeichnis
Es gibt zwei verschiedene Verfahren für die automatische
Scharfstellung. Beim so genannten aktiven
Autofokus wird von der Kamera in Richtung
des aufzunehmenden Objekts ein (Infrarot-)
Messlicht oder ein Ultraschallsignal (Sonar) ausgesendet.
Ein integrierter Empfänger misst
anschließend die Reflexionsdauer des Lichtstrahls
bzw. Tons. Die gewonnene Information dient
dazu, die Entfernung zum Objekt zu bestimmen
und das Objektiv so einzustellen, dass ein
scharfes Bild aufgezeichnet wird. Der aktive
Autofokus funktioniert nicht nur bei Tageslicht,
sondern auch im Dunkeln. Für weit entfernte
Objekte oder beispielsweise durch eine Fensterscheibe
hindurch ist dieses Verfahren jedoch
ungeeignet.
Bei passiven Autofokussystemen sendet die
Kamera nicht aktiv ein Signal aus. Vielmehr
untersucht sie zum Beispiel beim Kontrastmessverfahren
die Kontrastverhältnisse im auf
dem CCD aufgezeichneten Bild unmittelbar vor
der eigentlichen Aufnahme.
Hierbei ändert sie den Fokus,
bis die besten Kontrastwerte
und somit eine scharfe Aufnahme
erzielt werden. Im Gegensatz
zum aktiven erlaubt das
Kontrastmessverfahren auch das
Fokussieren weit entfernter
Objekte. Probleme können
allerdings Motive mit geringen
Kontrastunterschieden bereiten
(so z. B. helle Motive vor
einem hellen Hintergrund) oder
aber geringes Umgebungslicht.
Manche Kameras sind für solche Fälle mit einem
Autofokus-Hilfslicht ausgestattet, das das Motiv
ausleuchtet und so das automatische Scharfstellen
ermöglicht. Eine andere passive Autofokusmethode
ist das Phasenvergleichssystem. Hier
nutzt die Kamera zwei Sensoren, um den Phasenunterschied
in einem Bild zu berechnen und so
die Entfernung zum Objekt festzustellen.
Bei Modellen, die mit einem dualen Autofokus
ausgestattet sind, nimmt üblicherweise zunächst
ein Mess-System eine annähernde Messung vor.
Danach schaltet die Kamera das andere System
für die Feineinstellung ein.
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