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5.5 Welche Bildformate sind am wichtigsten?
Inhaltsverzeichnis
Es gibt eine Vielzahl von Formaten, in denen Sie
Ihre digitalen Bilder speichern können. Allerdings
haben sich in den vergangenen Jahren zwei
Speicherformate so stark durchgesetzt, dass sie
mittlerweile als Standard gelten und im
Zusammenspiel mit dem Exif-Digitalbildformat
zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.
Mit der digitalen Bildverarbeitung begann der
Siegeszug des ursprünglich nur für Macintosh-
Rechner konzipierten Tagged Image File Formats
(TIFF) auch im PC-Bereich. Der große Zuspruch
erklärt sich durch die außergewöhnliche
Flexibilität: So können unterschiedliche Farbtiefen
in diesem Format gespeichert werden, von 1 bis
32 Bit. Speziell der volle Support des 32-Bit-
CMYK-Formats ist ein Grund, weshalb im
DTP-Bereich und in der Druckvorstufe sehr oft
mit diesem Bildformat gearbeitet wird.
Wenn Sie Ihre Fotos in einem DTP-Programm
verwenden oder sie von anderen weiterverarbeiten
lassen wollen, sollten Sie sich für dieses Format
entscheiden.
Das zweite Standardformat, kurz JPEG (Joint
Photographers Expert Group) genannt, hat sich
nicht zuletzt wegen seiner optimalen Eignung für
Online-Systeme immer mehr durchgesetzt. Dabei
zeichnet sich dieses Bildformat durch zwei
spezifische Charakteristika aus: Volle Farbtiefe
bei niedrigem Speicherbedarf (allerdings in
Verbindung mit mehr oder weniger starken
Qualitätseinbußen).
Wenn Sie also ein Foto mit voller Farbtiefe im
JPEG-Format speichern, belegt es nur einen
Bruchteil des Speicherplatzes, den beispielsweise
das gleiche Foto bei Speicherung als TIFF mit
LZW-Komprimierung belegen würde. Das JPEGFormat
verwendet einen .Algorithmus, der
bestimmte Farben und Bildinformationen als
überflüssig erkennt und beim Komprimieren
eliminiert. Außerdem besteht die Möglichkeit, die
Stärke der Kompression individuell festzulegen.
So können Sie die Relation von Speicherbedarf
und Bildqualität selbst beeinflussen.
Aufgrund dieser Vorzüge ist JPEG das meistgenutzte
Dateiformat für Bilder im Internet und in
Online-Diensten. Planen Sie also beispielsweise,
ein Foto auf einer Website zu zeigen, sollten Sie
es im JPEG-Format speichern.
TIFF und JPEG werden häufig verwendet – auch
die meisten Digitalkameras speichern die Aufnahmen
in diesen beiden Formaten –, aber natürlich
gibt es eine Vielzahl weiterer Bildformate.
Viele hochwertige Digitalkameras bieten für
professionelle Fotografen und all jene, die daran
interessiert sind, die Original-Daten des Aufzeichnungsprozesses
zu nutzen, ein weiteres Dateiformat.
Im sogenannten RAW-Format werden
nur die vom CCD aufgezeichneten Daten
gespeichert – ohne dass diese durch die Kamera-
Software (z. B. einen .Weißabgleich) optimiert
wurden. Dieses „unberührte Digitalnegativ“ lässt
sich anschließend mit der entsprechenden Software
(wie z. B. Olympus Master/Olympus Studio
oder Adobe Photoshop CS) am Computer bearbeiten.
RAW ist ein verlustfreies Format, das
jedoch wesentlich weniger Speicherplatz als TIFF
benötigt. Allerdings lassen sich RAW-Dateien mit
vielen gängigen Bildbearbeitungsprogrammen
nicht oder erst nach der Installation eines Plugins,
wie z. B. bei Adobe Photoshop (ab Version
6), öffnen.
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